Schmerztherapie, interdisziplinär, am Beispiel Österreich

Ein Fünftel der Bevölkerung soll laut Statistik bereits an chronischen Schmerzen leiden. Viele, vor allem Ältere, würden aber meinen, diese einfach ertragen zu müssen, berichtet der Präsident der Ã-sterreichischen Schmerzgesellschaft, Rudolf Likar in Klagenfurt. Die Schmerzgesellschaft will das ändern und hat dafür den Folder Stopp dem Schmerz herausgegeben, in dem eindringlich davor gewarnt wird, Symptome einfach zu übergehen.
Likar, der am LKH Klagenfurt eine interdisziplinäre Schmerzambulanz aufgebaut hat, räumte allerdings auch ein, dass manche Mediziner die Beschwerden ihrer Patienten immer noch zu wenig ernst nehmen würden.
Likar: "Das Wichtigste ist es, mit dem Patienten zu reden, ihm zuzuhören. Eine gute anamnese ist bereits Teil der Diagnose und kann oft teure Untersuchungen ersparen." Daher wäre es von großer Bedeutung, wenn es gelänge, bei den Sozialversicherungen durchzusetzen, dass ein ausführliches Gespräch honoriert wird.
Die Ärzte sollten aber auch selber nicht untätig bleiben. Ein durch Fortbildungen zu erwerbendes "Diplom Schmerztherapie" müsse entwickelt werden. Besonderes Augenmerk wolle man dabei auf die Vermittlung interdisziplinärer Kenntnisse legen, meinte der Dozent.
Weitere Einzelheiten mit vielen Hintergrundinfos lassen sich auf der Gesundheitsseite des österreichischen Standard nachlesen.
Auskunft über deutsche Verhältnisse gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie u.a. auf ihrer Homepage.
Bildquelle: apotheke-lieberose