Schnupfenmittel nicht länger als 14 Tage einnehmen, sagt TK Niedersachsen
abgelegt im Archiv Arzneimittel, Medikamente, Produktion am 30.10.07
Der Herbst hält Einzug und damit auch die Erkältungssaison. Viele Menschen greifen jetzt häufig bei einem Schnupfen zu Nasentropfen oder -sprays.
Nasentropfen können zwar sehr hilfreich sein, sollten jedoch nicht länger als 14 Tage genommen werden, rät die Techniker Krankenkasse (TK), Landesvertretung Niedersachsen.
Es kann nämlich zu einer "toxischen" Reaktion der Nasenschleimhaut auf diese Präparate kommen (wie bei einem Gift). Die Nasenschleimhaut trocknet aus und schwillt so stark an, dass die Betroffenen bald nur noch durch den Mund atmen können. Trockene Schleimhäute können Bakterien und Viren jedoch nicht mehr so gut abwehren. Infekte der oberen Luftwege werden häufiger.
So manch einer greift dann wieder zum Fläschchen. Nach Angaben der TK ein fataler Fehler. Denn: Die Wirkung der Schnupfenmittel lässt mit der Zeit nach. Zunächst führen sie wie gewünscht zum Abschwellen der Schleimhaut: Die Nase wird frei. Nach rund vier Stunden aber lässt die Wirkung nach und die Schleimhaut schwillt wieder an und das stärker als zuvor. In der Medizin wird dieses Krankheitsbild als "Toxische Rhinopathie" bezeichnet. Gemeint ist eine durch ständigen Schnupfenmittel-Gebrauch geschädigte Nasenschleimhaut. Immer häufiger und immer mehr Tropfen oder Spray werden benötigt, um überhaupt noch durch die Nase atmen zu können.
Weitere Infos und Ratschläge, was man machen kann, finden Sie auf der Seite der TK
Bildquelle: pixelio.de, S. Hofschlaeger

Tags: Schnupfen Schnupfenspray Schnupfenmittel
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