Schulsport nachweislich gut für Herz und Kreislauf

Eine zusätzliche dritte Sportstunde pro Woche über sechs Monate, bestehend aus Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining in Kombination mit etwas Sport- und Gesundheitstheorie, genüge bereits, um bei den Schülern eine durchschnittliche Senkung des LDL-Cholesterin um 23 Prozent zu erreichen.
Das war das Ergebnis einer Untersuchung, die auf der 30. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vom 5. bis 7. Oktober in Nürnberg von Dr. Richard Eyermann, Kinder- und Jugendkardiologe in München, präsentiert wurde.
Außerdem seien bei den zwei Klassenverbänden mit je 23 Schülern der Oberstufe 11 (Gymnasium), an denen die Forschungsarbeit durchgeführt wurde, deutlich weniger Beweglichkeitseinschränkungen, Muskelverkürzungen und Muskelabschwächungen sowie eine Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit festgestellt worden. Schließlich hätten alle 46 Schüler Triathlon absolviert, auch die zunächst leistungsschwachen.
"Eine Zuwendung zum intensivierten, gesundheitsorientierten Schulsport-Präventionsprogramm ist also zu empfehlen", folgert Studienleiter Eyermann. "Möglicherweise initiiert man damit eine lebenslange gesunde Lebensweise oder Lifestyle-Änderung mit einer Reduktion des Herzinfarktrisikos und des globalen Herz-Kreislauf-Risikos."
Dieses eindeutige Plädoyer für Schulsport war beim "Informationsdienst Wissenschaft" (idw) zu lesen. Leider habe ich als Schüler solche klugen argumente nicht zu hören bekommen. Vielleicht wäre meine Motivation damals doch größer gewesen?
Bildquelle: benz-sport.de