Sommerzeit: Kein Problem für die Gesundheit?

Sommerzeit: Kein Problem für die Gesundheit?

Die Empfindlichkeiten sind natürlich unterschiedlich, das weiß ich auch aus Gesprächen mit anderen Menschen. Pauschal zu behaupten, die Umstellung auf Sommerzeit bedeute kein Problem für die Gesundheit, halte ich dennoch für Schönrederei. Meine Erfahrung ist jedenfalls anders: Ich brauche mindestens zwei Wochen für die Umstellung und bin oft zur falschen Zeit müde. Sicherlich: eine wirklich schwerwiegende Beeinträchtigung der Gesundheit ist nicht zu erwarten.

Ein Neuropsychologe aus Erfurt aber ist anderer Meinung und hält die angeblichen Belastungen für überschätzt. Hier die wesentlichen Teile einer Pressemeldung, die an verschiedenen Stellen veröffentlicht wurde:

"Körperliche Belastungen durch die alljährliche Umstellung auf die Sommerzeit werden nach Meinung des Erfurter Neuropsychologen Hartmut Schulz überschätzt. 'Eine Zeitverschiebung von einer Stunde ist für die allermeisten Menschen überhaupt kein Problem und leicht zu verkraften', sagte der Leiter der Abteilung Neuropsychologie und Schlafmedizin am Helios-Klinikum Erfurt. In der Nacht vom 25. auf den 26. März wurden in Europa die Uhren eine Stunde vorgestellt In Deutschland endet die Sommerzeit am 29. Oktober.

'Der technische Aufwand der Zeitumstellung ist viel größer als die vermeintlichen körperlichen Auswirkungen, wenn man nur an die Umstellung der Zugfahrpläne denkt', sagte Schulz. Im Frühjahr stelle sich der Körper mit der längeren Sonnenscheindauer und den heller werdenden Tagen ohnehin auf einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus um. Verantwortlich dafür sei das körpereigene Hormon Melatonin, das diesen Rhythmus steuert und bei Dunkelheit ausgeschüttet wird. 'Die biologische Uhr tickt also unabhängig von der Formalie Sommerzeit sowieso bereits anders.'

Die wenigsten Probleme mit der Sommerzeit-Einführung haben regelmäßige Frühaufsteher. 'Das ist eine Frage der Gewohnheit', sagte Schulz. Aber auch Langschläfer beeinträchtige der Verlust einer Stunde Schlaf nicht ernsthaft. Selbst bei den meisten Menschen mit behandlungsbedürftigen Schlafstörungen, etwa Atemaussetzern während des Schlafs, wirke sich die Zeitumstellung nicht negativ aus. Lediglich bei Menschen mit einem ohnehin gestörten Wach-Schlaf-Rhythmus könne sie die Schlafprobleme verschärfen.
Der Wissenschaftler verglich die Umstellung auf die Sommerzeit mit einem flug in den Urlaub mit einer Stunde Zeitverschiebung. 'Da fällt der Zeitunterschied auch praktisch nicht ins Gewicht.'"

Bildquelle: http://www.donau.de


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