Spezielle Mädchensprechstunden offenbar sinnvoll

Die Schwelle zum Frauenarztbesuch ist offenbar groß, zumindest beim ersten Mal.
Eine Extra-Mädchensprechstunde scheint deshalb sinnvoll. Eine Befragung von rund 2000 Mädchen, die unter 19 Jahre alt waren, ergab entsprechende Hinweise.

"Die Umfrage ergab, dass junge Mädchen, die eine spezielle Mädchensprechstunde und/oder eine Praxis mit Informationsmaterial der Initiative Mädchen-Sprechstunde aufgesucht hatten, deutlich zufriedener waren als Besucherinnen einer Praxis ohne spezielle Angebote.
Themen wie Liebe, Sexualität, sexuell übertragbare Krankheiten oder die Verwendung von Tampons wurden in den Praxen mit spezieller Mädchensprechstunde häufiger besprochen als beim Besuch einer "normalen" Sprechstunde.

Die Hauptgründe für den ersten Besuch beim Frauenarzt waren Verhütungsberatung und Beschwerden. Aber auch das Eingehen auf konkrete Fragen zur körperlichen Entwicklung oder ein allgemeines Informationsgespräch könnte für Mädchen, die den ersten Besuch noch vor sich haben, ein Anlass sein, eine gynäkologische Praxis aufzusuchen.

Die Mehrheit der befragten Mädchen zogen den Besuch bei einer Frauenärztin vor, ein Drittel der Jugendlichen würde gerne eine spezielle Sprechstunde für Mädchen aufsuchen. In der Realität sind solche beratenden Praxen leider immer noch die ausnahme. Nur 8% der Studienteilnehmerinnen waren in einer Mädchen-Sprechstunde, etwa 20% in Praxen, in denen Informationsmaterial zur Initiative Mädchen-Sprechstunde auslag. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist groß Besonders ganz junge Patientinnen bis 15 Jahre würden solche speziellen Beratungsgespräche vorziehen."

Quelle: http://www.lifeline.de
Bild: http://beissholz.de/archive_2004-m04.php


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