Spinnengift als Potenzmittel statt Viagra?
abgelegt im Archiv Frauen und Männer , Medizin-News am 18.05.07
Wenn jetzt die Meinung aufkommen sollte, ich hätte dieses Thema auf den sog. "Vatertag" abgestimmt (der ja vom ursprünglich christlichen Sinn des Feiertags himmelweit entfernt ist), dann kann ich nur sagen, das stimmt nicht, es war Zufall, dass die Meldung gerade jetzt auf den Bildschirm kam; schmunzeln musste ich dann aber doch, zugegeben ...
Jedenfalls zählt die südamerikanische Kammspinne Phoneutria nigriventer, die auch Wanderspinne genannt wird, zu den drei giftigsten Spinnenarten der Welt*. Ihr biss führt oft zum Tod und verursacht kaum erträgliche und weit ausstrahlende Schmerzen.
Interessant in unserem Zusammenhang aber sind die Nebenwirkungen: vermehrte Sperma- und Urinabgabe sowie Priapismus: eine lang anhaltende schmerzhafte Erektion.
Aber wer will schon dafür Schmerzen in Kauf nehmen?
Forscher arbeiten aber daran, die Substanz als neuartiges Potenzmittel zu verwenden - im Tierversuch sei das bereits gelungen (Medical College of Georgia gemeinsam mit dem Instituto Butantan in Sao Paulo).
Die Erklärung der Wissenschaftler - wer es nicht so genau wissen will, muss jetzt weghören -: Wahrscheinlich regt der Stoff Tx2-6 die Produktion des Botenstoffs cGMP (Cyclisches Guanosinmonophosphat) an. Dieser entspannt die Penis-Muskeln, um während der Erektion den Blutzufluss zu erleichtern - nur so könne sie so lange anhalten.
*Welches die beiden anderen sein sollen, konnte ich bei meiner Nachrecherche nicht ganz eindeutig herausfinden: Die zweite (oder erste, weil "giftigste der Welt") ist sicherlich eine der australischen Trichternetzspinnen Atrax, z.B. A. robustus und A. formidabilis. Vielleicht ist eine der tropischen Taranteln die "dritte im Bunde", wie es hier behauptet wird.
Quelle (abgesehen von der letzten Bemerkung) einschließlich Bild: baldgesund.de (über openPR).

Permalink: Spinnengift als Potenzmittel statt Viagra?
Tags: Spinnen Spinnengift Spinnengift+als+Potenzmittel Potenzmittel Viagra ViagraErsatz Erektionsfähigke
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Kommentar von:
Luki
(11.12.07 0:49 Uhr)
Kommentar von:
Rainer
(31.07.08 14:23 Uhr)
Sehr interessante Beitrag, aber ich bevorzuge dann doch lieber die bekannten rezeptpflichtigen Potenzmittel.
Kommentar von:
Potenzmittel-Apotheke
(04.04.09 6:40 Uhr)
Also ich würde da doch auch nicht bedenkenlos meine Gesundheit für hergeben! Das ist sicherlich gut Untersucht worden aber es ist sicherlich nicht Wirtschaftlicher als Viagra, Cialis und Levitra die ja zZ den Markt beherrschen.
Kommentar von:
Potenzmittel
(17.06.09 10:10 Uhr)
Nun ja, wie es im Prinzip bei allen großen Entdeckungen läuft, sind diese ja meistens Zufallsprodukte. Jedenfalls war es beim Viagra so und auch die jetzt neue Pille gegen zu frühes Kommen, sind alles zufällige "Nebenerfindungen"
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Also offiziell sind die Afrikanischen Sciarius die dritten im Bunde. Diese besitzen ein Stark nekrotisierendes Gift. Auf der verlinkten seite wird behauptet, dass bei Südamerikanischen Sicarius wahrscheinlich nur lokale Sympthome auftreten. Da es allerdings noch keinen Bissbereicht gibt und diese Tiere ganz klar auch ein nekrotisierendes Toxin haben, bitte ich diesen Teil des Links zu ignorieren. Dies ist eine Behauptung, welche lebensgefährlich sein könnte.
http://www.toxinfo.org/toxinfo/db/frameset.php?genic=SICARIUS+SP
Das mit "DIE Giftigste", ist eine Aussage, welche ebenfalls bei Phoneutria nigriventer häufig gemacht wird. Schon alleine Daher, dass noch tausende Spinnenarten unentdeckt sind ist dies Aussage ohnehin normalerweise keine beständige Sache.
Ach ja.. Das mit den Dauererektionen ist übrigens auch bei einigen Latrodectus Arten (Witwen) eine altbekannte Sache. ;)
Ach übrigens... Es könnte vielleicht auf einige verstörend wirken, wenn die Rede von Phoneutria ist und das Bild einer Vogelspinne abgebildet wird.. Ich stelle euch sonst gerne eines meiner Phoneutria nigriventer Fotos zur Verfügung.. Diese sind in meiner Galerie zu finden, welche ich hier als URL angegeben habe.
Grüsse
Luki