Stammzellen ohne Embryo: Alternative?

Viele sehen die Stammzellenforschung als problematisch an. Warum? "Pro Stammzelllinie werden 30 und mehr Embryonen geopfert", so heißt es an der genannten Stelle. Wäre das nicht schon Grund genug für die Skepsis?
Vielleicht gibt es aber in Zukunft eine Alternative: Forscher um Dr. Gerd Hasenfuß aus Göttingen (Nature-Online) haben "adulte Stammzellen, die pluripotent sind" an anderer Stelle entdeckt – also solche Zellen, die noch nicht spezialisiert sind, die noch in der Lage sind, sich in die verschiedensten Richtungen zu entwickeln . An Mäusen – wohlgemerkt an Mäusen - hat man entdeckt, dass es derartige Stammzellen auch im Hoden gibt.
Bei Gewebeversuchen (in vitro) haben sich solche Stammzellen bereits zu Darmzellen, zu Muskel-, fett- und Knochenzellen sowie zu Neuronen (Nervenzellen) entwickelt.
Ob das eine Chance ist, die Tötung "überflüssiger Embryonen (Föten)" zu vermeiden?
Die Meldung kam über die Online-Version der Ärzte Zeitung.
Bildbeschriftung: Aus den Stammzellen bilden sich in Kultur Herzzellen (oben links), Skeletalmuskelzellen (oben rechts), Gefäßmuskelzellen (unten links) und Nervenzellen (unten rechts).
Bei der Bildsuche fand ich den genaueren Text der Göttinger Universität – ich hoffe, ich darf diese Bilder verwenden …