Thema Übergewicht noch einmal: Künstlicher Wachhund soll Diät überwachen?
An was allem so geforscht wird, da kann man nur staunen …
Stellen Sie sich vor, Sie hätten an einem dicken Bauch zu tragen, wollen aber davon weg. Es ist ein sonniger Tag, sie haben keine Lust, am Abend noch zu joggen, schlendern statt dessen durch die Innenstadt, setzen sich am schönen warmen Abend auf einen Caféstuhl auf dem Bahnhofsvorplatz und schlecken einen köstlichen Eisbecher. Plötzlich jault es neben Ihnen heftig, und als sie weiteressen, wird sogar eine Trauermusik gespielt. Können Sie sich das vorstellen?
Science fiction? Nein, ein realistisches Szenario. Denn genau das hat das weltweit renommierte MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Cambridge gerade entwickelt. Was da jaulte, war ein künstlicher Hund, ein Roboter in gefälliger Gestalt also, und auch die Musik hat er abgespielt (was nicht gerade schlüssig ist, denn warum sollte ein Hund Musik hervorbringen?). Warum?
Ganz einfach: Der "Hund" hat Ihre Daten eingespeichert. Und auch Ihr Trainings- und Diätprogramm. Also jault er, wenn Sie davon abweichen. Oder spielt Trauermusik, wenn es besonders schlimm war.
Der künstliche Wachhund kann aber auch aufgeregte Sprünge machen oder fröhliche Musik von sich geben. Dann haben Sie ein Erfolgserlebnis!
"Aibo" heißt der Hund, es gibt ihn schon länger, Sony hat ihn ausgedacht und hergestellt. Über Bluetooth-Funktechnik hat ihn das MIT mit einem Schrittzähler verbunden, aber auch mit der Waage im badezimmer und mit einem PDA-Organizer, in dem die Mahlzeiten eingetragen werden.
Man fragt sich wirklich, was das soll … Als ich neulich schon einmal das Thema Bauchumfang anschlug, meinte ein Bloggerkollege, es sei doch vorwiegend der Wille des Einzelnen, der das doch – wenn er nur wirklich will – selber und selbständig in den Griff bekommen kann.
Mich selber erinnert das an das Diabetiker-Problem (Typ-II-Betroffener bin ich selber): Sehr rasch, meiner Meinung nach allzu rasch, raten viele Ärzte "zur Spritze"; also dazu, dass man nicht Tabletten nimmt (Sulfonylharnstoffe), sondern die genaue Dosierung (von Insulin) mit Injektionen selber verabreicht. Das ist schön und gut, hat aber eine große Gefahr: Man denkt, ich kann ja mal ein süßes Stück Kuchen essen, dann erhöhe ich eben die Insulinmenge, und dann kommt alles in Ordnung. Mit anderen Worten: Die eigene Willensschulung findet auch hier nicht statt. (Ich selber regele meine Zuckerwerte fast nur mit Bewegung (Wandern!) und der Qualität der Nahrung: viel Gemüse, wenige Kohlenhydrate usw.)
DEN ELEKTRONISCHEN WACHHUND WILL ICH NICHT!
Die Meldung in "welt.de" vom 2. September 2005 endet mit den Sätzen: "In Europa hat "Aibo�' allerdings starke Konkurrenz, die sich auf dem Feld der Gesundheit bereits bewährt hat: der echte Hund. Der zwingt seinen Halter zum Spaziergang mehrmals täglich." Stimmt! auch eine Lösung!
Selbsthilfegruppen können auch eine gute Hilfe sein, hier eine der Adressen.
Bildquelle: http://www.coktel.de/addys_welt/2001/9/dr/1/index.html
Text: Helge Mücke
September 11th, 2005 at 22:34
Danke, das war ja formal ein ganz wichtiger Hinweis – man macht ja virtuell manches Mal Fehler, deren Folgen man nicht durchschaut. Mir war nicht bewusst, dass meine eigene Titelbildung auf meinem PC da eine Rolle spielt – aber, ist ja klar, weil die in den (oder das?) upload eingeht. Also in Zukunft werde ich daran denken, hier Umlaute zu vwermeiden. Klappt es jetzt mit IE? Ich selber benutze Firefox, weil damit manches besser abgebildet wird, so habe ich es nicht gemerkt …
Dennoch ist auch mir der natürliche Hund lieber !!!!
September 11th, 2005 at 23:05
jawoll, jetzt tut es wie es soll. das bild ist auch im IE zu sehen.