Tiere helfen alten Menschen – Arbeit mit "Therapiehunden"

"Tiere öffnen Welten" heißt ein Projekt, das seit Dezember 2003 im altenheim St. Michael in Heidelberg durchgeführt wird.
Hundetrainerin Simona Kaspereit kommt mit ihren Hunden regelmäßig dorthin.
In einer US-Studie der Universität St. Louis mit 45 Frauen über 75 Jahren zeigte sich, dass sich Altenheim-BewohnerInnen durch den regelmäßigen Kontakt mit Hunden vor allem weniger einsam fühlten. In den USA und auch etwa in den Niederlanden ist der Einsatz von Hunden als begleitende therapeutische Maßnahme bereits weit verbreitet.
In Deutschland sind derartige "tiergestützte Aktivitäten" noch nicht so üblich. Seit 1987 aber gibt es bereits die ehrenamtlichen Helfer der Aktion "Tiere öffnen Welten". Mehr als 800 Gruppen von Tierbesitzern gehen bundesweit in Einrichtungen wie Altenpflegeheime, Kindertagesstätten und psychiatrische Einrichtungen. Offensichtlich mit Erfolg.
"Die Wirkung der Tiere ist immer wieder verblüffend", bestätigt eine Ärztin. "Lahme schnappen sich auf einmal die Hundeleine und gehen zum Erstaunen aller mit dem Tier ein Stückchen Gassi", berichtet sie. In einem Altenheim habe sie einmal erlebt, wie zwei Bewohner, die ansonsten nur lethargisch auf dem Gang saßen, plötzlich ihr Mittagessen dem Vierbeiner auf den Flur getragen hätten.
Eines muss man allerdings dazu sagen: Die Hunde sind für die Besuche im Heim extra trainiert.
Quelle: aerztezeitung.de;
Bild: danske-dyr.dk.