Trennkost überflüssig? Übersäuerung ein Märchen?

Dies ist wieder einmal eine Meldung, die ich widersprüchlich und eher überflüssig finde. Überflüssig wie angeblich die Trennkost.
"Die Mär von der Übersäuerung" heißt es schon in der Überschrift. Zur Begründung wird gesagt:
"Doch auf das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper eines gesunden Erwachsenen hat die Nahrung kaum Einfluss. Ausnahmen bestätigen die Regel."Kein Beleg, keine wissenschaftliche Studie, die die Aussage rechtfertigt. Die persönliche Erfahrung spricht eine andere Sprache – bei übermäßigem Verzehr süßer Sachen, bei fettreichem Essen tierischer Herkunft (fettreichem Fleisch z.B.) hat doch bestimmt jeder schon Sodbrennen oder saures Aufstoßen bekommen. Aber vielleicht sind wir nicht "gesund" in dem Sinne der Aussage?
"Dass die Auswahl der Lebensmittel für das Verhältnis von Säuren und Basen im gesunden Körper große Folgen hat, ist allerdings nicht nachweisbar. Im Blut gibt es Puffersysteme, die das Verhältnis stabil halten. Selbst mit extrem einseitiger Ernährung ist dieses kaum aus dem Gleichgewicht zu bringen."
Trennkost also schon allein deshalb überflüssig, weil Ernährung kaum Einfluss hat?
Die Puffersysteme sind allerdings unbestreitbar. Sie können aber nur funktionieren, wenn das Gleichgewicht vorher noch recht stabil ist und wenn die Kost nicht zu extrem ist (qualitativ wie quantitativ).
Die folgenden Sätze sind durchaus richtig:
"Übersäuerung (Azidose) ist immer ausdruck oder Folge einer extremen Situation für den Körper. Entstehen kann sie unter folgenden Bedingungen: beim Fasten, bei Hochleistungssport, bei bestimmten Stoffwechselstörungen (Diabetes, Gicht), im hohen Alter, wenn die Nieren nur noch eingeschränkt funktionieren."Nur müsste die Reihe der "Extreme" fortgeführt werden. Viele kann man unter "Zivilisationserscheinungen" zusammenfassen: Wer tagtäglich in einem ungelüfteten Büro bei Neonlicht oder am Bildschirm (Fenster abgedunkelt) sieben, acht Stunden sitzend arbeiten muss, kaum sich zwischendurch bewegt und bestenfalls einen kleinen Imbiss zu sich nimmt (bei meiner früheren Verlagsarbeit lag da immer eine Schokolade in bestimmtem Format – Sie wissen schon … – mit Nüssen bereit), der mutet seinem Körper Extreme zu, die zur Azidose beitragen können. Ich könnte auch von den Geschmacks- und anderen Zusätzen sprechen, die wir in der üblichen Nahrung mit essen …
Und vor allem: Das seelische Gleichgewicht ist ebenfalls zu berücksichtigen.
"Das Verhältnis von Basen- und Säurebildnern in der von industrieller Verarbeitung geprägten durchschnittlichen "modernen" Ernährungsweise beträgt ungefähr 20% zu 80%. Überschüssige Säuren, die nicht über Haut, Lunge und vor allem Nieren ausgeschieden werden können, werden in Form von sogenannten Schlacken im Körper deponiert. Zahlreiche Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von latenter Acidose und bringen sie nicht nur mit der vermeintlich harmlosen Cellulite in Verbindung, sondern mit einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten wie Rheuma, Osteoporose, Herz-Kreisluaf-Erkrankungen und Migräne" heißt es hier, wo auch weitere interessante Informationen nachzulesen sind (Hervorhebung von mir).
Grundsätzliche Infos zur Azidose gibt wikipedia.
Meldung auf die ich mich beziehe (Zitate kursiv): http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-9192,00.html
Bildquelle: http://www.vital.co.za/
Juni 28th, 2007 at 13:52
Hallo,
also ich habe gute Erfahrungen mit der Trennkost gemacht. Sie hat mir geholfen, bewußter mit meiner Ernährung umzugehen und so auch etwas abzunehmen. Es gibt sicher auch andere Wege, aber so mußte ich geschmacklich auf nichts verzichten, bin aber ‘aus der Mühle’ raus gekommen. Rezepte besorge ich mit im Netz, einige gibt es z.B. bei http://www.trennkost-fit.de
Liebe Grüße, Marie