Uebergewicht hat Folgen - Entzuendliche Stoffwechsellage, erhebliche Mikronaehrstoffmaengel
abgelegt im Archiv Tipps: So lebe ich gesund! am 24.05.08

In dem folgenden Text von einer Pressemitteilung finden sich eine ganze Reihe von Fachausdrücken, die für Laien nicht so leicht verständlich sind. Durch Links auf Wikipedia habe ich die Möglichkeit gegeben, Genaueres nachzulesen.
In Deutschland sind zwei Drittel der Männer und 51 Prozent der Frauen als übergewichtig einzustufen. Das war das Ergebnis der ersten gesamtdeutschen Studie, die im Februar 2008 veröffentlicht wurde.
Das "kosmetische Problem" des Dickseins ist hierbei noch das kleinere Übel. Übergewicht ist ein Risikofaktor für die Entstehung zahlreicher Wohlstandserkrankungen. Das Diabetes-Risiko ist bereits bei einem BMI von 25 gering erhöht und steigt danach steil an; bei einem BMI (= Body Mass Index) von 30 ist das Risiko zirka zehnmal so hoch wie bei einem BMI von 22.
Weitere Erkrankungen, für die Schwergewichtige anfällig sind: Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Gallenblasenbeschwerden, Gicht, Krebs u.a. Die Behandlungen dieser Erkrankungen sind meist langwierig, aufwendig und mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden. So bezifferte die deutsche Bundesregierung Ende April 2007 die jährlichen Kosten für ernährungsabhängige Krankheiten auf 70 Mrd. - Tendenz steigend. Man rechnet in den nächsten Jahren mit Kosten bis zu 100 Mrd. Euro.
Wer überwichtig ist, tut also gut daran abzunehmen - nicht nur, um die deutsche Gesundheitskasse zu entlasten, sondern für das eigene gesundheitliche Wohlergehen.
Als besonders gesundheitsschädlich ist das Fettgewebe im bauchraum einzustufen, das so genannte viszerale Fett. Hier werden zahlreiche entzündungsfördernde Signalstoffe gebildet, die in die Blutbahn gelangen und weiter ihr Unwesen treiben. Diese chronisch entzündliche Stoffwechsellage ist gefährlich für die Gefäße und kann eine Arteriosklerose auslösen, was dann u.U. einen Schlaganfall oder Herzinfarkt nach sich ziehen kann. Aber auch Nervenzellen, Gelenke, Schleimhäute - nahezu alle Zellen können bei chronisch verlaufenden Entzündungsreaktionen betroffen sein und zu weiteren lebensbedrohlichen Zivilisationskrankheiten führen.
Einer dieser entzündungsfördernden Stoffe ist der Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-Alpha), der nicht nur eine Insulinresistenz fördert, sondern auch die Entstehung des metabolischen Syndroms begünstigt. Das metabolische Syndrom ist die gefährliche Kombination aus Adipositas, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Diabetes mellitus.
Oftmals fehlen ausgerechnet jene Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine, die eine entzündungshemmende, antioxidative oder immunsystemstärkende Wirkung oder andere gesundheitsschützende Effekte aufweisen, wie z.B. Selen, Zink, Vitamine E und C oder Vitamin D.
Bei vielen Übergewichtigen ist ein erheblicher Vitamin-D-Mangel feststellbar. Eine Minderversorgung mit Vitamin-D gilt inzwischen auch als Risikofakor für das metabolische Syndrom, da Vitamin D die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse erniedrigt und die Insulinresistenz erhöht. Schwergewichtige sollten auch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Chrom achten. Dieses Spurenelement erhöht die Effizienz des Insulins.
Weitere Infos: www.diagnostisches-centrum.de
Quelle (auch für das Bild): openPR

Permalink: Uebergewicht hat Folgen - Entzuendliche Stoffwechsellage, erhebliche Mikronaehrstoffmaengel
Tags: Adipositas Fettleibigkeit Übergewicht
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