Umwelterkrankungen rechtliche Anerkennung: alles Oekochonder??

Ă-kochonder werden sie oft genannt, in Anlehnung an Hypochonder – aber das ist eine gezielte Diffamierung von Menschen, die durch UmwelteinflĂŒsse, sprich: Industriegifte krank geworden sind, und meist sind sie keineswegs Simulanten!! Ihre rechtlichen Möglichkeiten werden oft behindert, eine Anerkennung, die Geld kostet, wird verhindert
Unsere Eingriffe in die Natur zeigen nicht nur offensichtliche Folgen. Jeder redet von den Lebensrechten sterbender Bienen und kranker BĂ€ume. Was ist mit unseren Menschenrechten?
Umwelterkrankungen sind auf dem Vormarsch. Umweltpatienten, die z. B. aufgrund einer erworbenen Chemikalienintoleranz (erw. MCS), Elektrosmogintoleranz, Allergie, chronische Erschöpfung (CFS) oder einer anderen schweren schadstoffinduzierten Multisystemkrankheit, Chemikalienopfer geworden sind, fĂŒhren oftmals jahrelange Prozesse. Auch wenn Umwelterkrankte Recht haben, wird ihnen noch lange nicht Recht zugesprochen. Schwer kranke Menschen mĂŒssen aus dem leidvollen Alltag einer chronischen Erkrankung heraus beweisen, dass sie Opfer geworden sind. Es ist die Rede von Objektivierbarkeit, KausalzusammenhĂ€ngen und "wissenschaftlich nicht erwiesen". Da mag das chronisch, schwer geschĂ€digte Opfer kaum noch in der Lage sein ein Minimum des Alltags zu bewĂ€ltigen, es dreht sich dennoch um die Beweisbarkeit. Woran liegt es, dass die beweislast noch immer bei den Chemikalienerkrankten liegt? Sind die Folgen fĂŒr uns Menschen aufgrund einer Ăberbelastung mit Industriegiften wirklich nur als individuelles Problem zu sehen?
AnlĂ€sslich eines anstehenden FachgesprĂ€ches zu Umwelt und Gesundheit von "BĂŒndnis 90 / Die GrĂŒnen" am 20. Juni 2008 in Berlin "Wenn die Umwelt krank macht, … muss die Politik handeln", fĂŒhrte die Umweltrundschau ein GesprĂ€ch mit dem ehemaligen Staatsanwalt und heutigen Dozenten fĂŒr Umweltrecht Prof. Erich Schöndorf.
Das Interview können sie bei openPr nachlesen.
Bild: pelplei bei pixelio.de