Urlaub muss sein – warum?

Urlaub muss sein - warum?

Kaum bin ich aus dem Urlaub zurück – da thematisiert derstandard.at/Gesundheit den Urlaub. Wie immer, auf eine bewundernswert umfassende Weise, ich hatte das hier schon mehrfach erwähnt.

Es beginnt mit einem Interview: Sabina Auckenthaler befragt die Psychologen Michael Trimmel und Ilse Kryspin-Exner.

Warum ist es überhaupt so wichtig, Ferien zu machen? – so die erste Frage.
Urlaub biete die Möglichkeit, die Kontinuität des Alltags zu durchbrechen und somit neue Kräfte zu tanken – darauf weist Frau Kryspin-Exner hin. Ein anderes Argument komme aus der Belastungsforschung, betont Herr Krimmel. Es handele sich um ein Defizitmodell. Demnach sei Arbeit belastend und könne daher nicht permanent aufrechterhalten werden. Wir brauchen Ausgleich, also Pausen zwischendurch, Erholung am Abend oder am Wochenende, einen Kurzurlaub und längere Ferien. Urlaub sei der Weg, um Belastbarkeit wieder erreichen zu können.

Lesen Sie doch den ganzen Artikel – er ist informativ und liefert vielleicht Argumente für den Arbeitgeber?

Bild: flug-lastminute-allinclusiv.de


2 Responses to “Urlaub muss sein – warum?”

  1. Markus Frey Says:

    Ich halte mal dagegen. Erholung muss sein – Urlaub aber nicht. Warum nicht?
    Weil der Urlaub (im Sinne des Jahresurlaubs) von allen Erholungszeiten die unwichtigste ist. Viel wichtiger sind die Erholungszeiten im Tages- und Wochenrhythmus. Wer diese Erholungszeiten (v.a. genügend Schlaf, Arbeitspausen, aber auch z.B. einen arbeitsfreien Tag pro Woche) beachtet, braucht keinen Urlaub, nicht im Sinne einer psychophysischen Notwendigkeit. Wer hingegen diesen Dingen über einen längeren Zeitraum nicht die notwendige Beachtung schenkt, dem kann ein mehrwöchiger Urlaub natürlich schon eine gewisse Erholung verleihen. Sie wird aber nicht lange anhalten, wenn er nicht in der Lage ist, neue Denk- und Verhaltensweisen in Bezug auf die regelmäßige Erholung in seinen Alltag(!) zu integrieren.
    Markus Frey, Köln

  2. Helge Says:

    Völlig richtig, Markus – und kein wirklicher Widerspruch. Das richtige Maß an Spannung und Entspannung fortlaufend zu finden ist ideal – Denk- und Verhaltensgewohnheiten zu ändern richtig schwer (ich weiß, wovon ich rede, denn ich versuche gerade FRÜHER AM MORGEN anzufangen, statt es abends immer so spät werden zu lassen … )
    Eine längere Erholungszeit (Jahresurlaub) hat aber auch Vorteile: In meinem Fall zwei Wochen Aufenthalt in einer “Biopension” (Vollwertfrühstück) im Berchtesgadener Land mit täglichen Wanderungen!! Gerade denke ich, wär doch auch mal passend in einem Gesundheits-Weblog, davon zu berichten … Kommt in den nächsten Tagen … Helge Mücke, hannover

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