Verzehrsstudie Seehofer: Gesunde Lebensmittel - Ampel-Kennzeichnung koennte helfen
abgelegt im Archiv Ernährung am 06.02.08
Die Nationale Verzehrsstudie des bmelv - vorgestellt von Minister Seehofer - hat es noch einmal ins Bewusstsein gerückt: Viele Deutsche sind zu dick, unter jungen Menschen auch etliche zu dünn; das Selber-Kochen ist aus der Mode gekommen. Mehr Infos finden Sie dazu beim BMELV und bei Phoenix.
An dieser Stelle zu dem Themenkreis zwei Zitate:
"Eine Hauptursache für Fettleibigkeit ist der Verzehr von Fertiggerichten. Ob von der Pommesbude oder aus dem Supermarkt: Viele Fertiggerichte enthalten kritische Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konsistenzbildner und viele weitere Substanzen, die unter dem schweren Verdacht stehen, dick zu machen. Solche Substanzen schaden nicht nur der Figur, sondern letztlich auch der Gesundheit. Selbst begnadete Hobbyköche müssen bei der Auswahl ihrer Zutaten höllisch aufpassen. Denn in vielen Tütensuppen, Brühen oder Soßenpulvern stecken diese gefährlichen Dick- und Krankmacher. Eine z.B. mit Geschmacksverstärkern verseuchte Tütensuppe lässt sich auch nicht durch die Zugabe von frischem Gemüse zu einer gesunden Mahlzeit umwandeln. Diese Suppe ist und bleibt einfach ernährungstechnisch eine Katastrophe. Und die meisten ahnen nichts davon."
So heißt es im Zusammenhang mit dem Schlankpusher-Buch von Vanessa Halen, von der wir hier auch schon ein Buch vorgestellt haben.
Ernährungsexperte Müller-Nothmann empfiehlt die Ampel-Kennzeichnung bei Lebensmitteln - Rot würde heißen: Finger weg davon! Er sagt:
Anscheinend "scheuen die Lebensmittel-Konzerne in Deutschland die Ampel, da sie besonders augenfällig aufzeigt, was gut ist und was nicht. Unverständlich ist mir, warum multinationale Konzerne das Konzept der Ampel in Großbritannien praktizieren und für Deutschland aber trotzdem als falsch empfinden. Haben Lebensmittel-Konzerne davor Angst, dass Schokolade und Chips für Fett, Fertigsuppen und Pizza für Salz sowie Gummibärchen und Limonade für Zucker die Bewertung "rot" erhalten? Solange die Industrie auf Lebensmitteln Bezeichnungen wie "leicht", "lecker" oder unverständliche Kennzeichnungskonzepte abdruckt, gehen ernährungs(mit)bedingte Krankheiten nicht zurück. Die Fehlernährung kostet in Deutschland in diesem Jahr mindestens 80 Milliarden Euro und trotzdem zieht sich die Lebensmittelbranche aus der Verantwortung, kritisiert Müller-Nothmann. Aber mit den Ampeln gegen die Fehlernährung und für mehr gesundes Essen und Trinken bietet der Experte den Verbrauchern eine sinnvolle Alternative."
Der ganze Text steht hier.
Auch Müller-Nothmann ist Lesern dieses Blogs längst bekannt. (Er wird es mir hoffentlich nicht übel nehmen, wenn ich bei dem Zitat oben sprach-besserwisserisch sein "scheinbar" in "anscheinend" geändert habe.)
Das Bild zeigt die Brunnenfigur "Wilhelmine von Sylt" aus dem Ort Westerland und stammt von "messercharly" = Karl-Heinz Peters, pixelio.de

Tags: Fettleibigkeit Übergewicht
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