Vitamin soll Multiple Sklerose bremsen – bei Mäusen

Vitamin soll Multiple Sklerose bremsen - bei Mäusen

Nach den Ergebnissen amerikanischer Forscher unter Federführung von Shinjiro Kaneko (Kinderkrankenhaus Boston) könnte das Vitamin B Niacin bei Multiple-Sklerose-Kranken eine große Hilfe sein, die Langzeitfolgen zu mildern. Wenn man es Mäusen einspritzt, verlangsamen sich die Zerstörung der Nervenzellen im Gehirn und damit auch das Einsetzen von Lähmungserscheinungen. Auch in späteren Phasen verbessern sich eindeutig die Symptome.

Niacin wirkt so, dass es im Körper die Menge einer Substanz namens NAD erhöht, so erklären die Forscher – und NAD ist eine Verbindung, die bei fast allen Regenerationsprozessen im Körper eine wichtige Rolle spielt. Je höher die NAD-Konzentration im Rückenmark der Mäuse war, desto besser waren ihre Nerven vor Schädigungen geschützt. Da Niacin im Gegensatz zu vielen anderen Substanzen leicht vom Blutkreislauf ins Gehirn gelangen kann und im übrigen bereits zur behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt wird, ist es nach Ansicht der Forscher der optimale Wirkstoff für den Einsatz beim Menschen. Allerdings müsse vor dem Beginn klinischer Studien getestet werden, ob die für die Behandlung nötigen hohen Dosen unerwünschte Nebeneffekte hervorrufen.

Wie so oft stellt sich auch bei diesen "am Mäusemodell" gewonnenen Ergebnissen die Frage, wieweit sie auf den Menschen übertragbar sind. Ich wundere mich, ehrlich gesagt, auch ein bisschen, wieso man auf eine so naheliegende Möglichkeit erst jetzt kommt. Wenn es denn aber tatsächlich beim Menschen eine Wirkung haben sollte, dann wäre es eine große Hoffnung für MS-Kranke …

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