Vogelgrippe: erhitztes Geflügelfleisch in jedem Fall harmlos

Vogelgrippe: Bitte nicht hysterisch werden! hieß es in diesem Blog schon am 6. 9. des Vorjahres und am 24. 10. wurde noch einmal auf Überreaktionen und ablenkungsmanöver aufmerksam gemacht.

Im Grunde genommen gilt das nach dem Tod von etlichen Vögeln und einem Kater noch genauso. Wenn man liest, wie stark die Geflügelfleischkäufe zurückgegangen sind, kann man nur mit dem Kopf schütteln.

So überschreibt denn auch die Internetausgabe der Ärztezeitung einen Artikel mit der Aussage "Erhitztes Fleisch von Geflügel ist nicht infektiös", geht allerdings dann weiter gar nicht darauf ein. Zitierenswert aber ist das Zitat aus "Le Soir", was dann folgt – es bringt die Situation sehr anschaulich auf den Punkt:

Zur Reaktion der Verbraucher steht in der belgischen Zeitung "Le Soir": "Gibt es einen einzigen guten Grund, die Schokoladencreme zu meiden, weil eine schweizerische Ente die Grippe hat? Die Mayonnaise zu boykottieren, sobald eine Gans am Rande eines kroatischen Teichs dahinsiecht? Und vor allem, auf das Hähnchen zu verzichten, weil ein tschechischer Schwan den Virus in sich trägt? Keinen einzigen!

Die Panik hat die Hühnerhöfe verlassen und die Supermärkte erreicht, wo sich der Verbrauch von Geflügel in freiem Fall befindet. Wegen des irrationalen Verhaltens des Verbrauchers? Sicherlich! Während man ihn ermahnt, daß zu viel Tabak, Alkohol oder Fritten höchst schädlich sind für seine Gesundheit, entscheidet er, kein Hühnchen mehr zu essen."Erhitztes Geflügelfleisch können Sie also in jedem Fall weiterhin essen – die Gefahr, sich mit Vogelgrippe anzustecken ist gleich Null. (Persönliche Anmerkung: Die Gefahr, nach dem Verzehr von Schweinefleisch an Grippe zu erkranken, ist ungleich größer.)

Bildquelle: http://www.soylent-network.com/doku/14produkte.htm


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