Weichmacher schädigt Gehirn schon in kleinen Mengen: Gefahr für Babys
Dass Weichmacher nicht gerade ungefährlich sind, weiß man schon lange – beispielsweise von Bisphenol A (BPA). Dass schon winzige Mengen genügen, ist eine neue Erkenntnis.
Eine neue Studie an der Universität von Cincinnati (Scott Belcher) hat in Tierversuchen aufschreckende Ergebnisse erbracht: Ratten wurde über nur sechs Minuten eine hoch verdünnte BPA-Lösung in einen Teil des Gehirns gespritzt, der bisher als unempfindlich gegen BPA galt, den "zerebralen Kortex" nämlich (Großhirnrinde).
Schon nach wenigen Minuten wurde der Signalweg des weiblichen Sexualhormons strogen unterbrochen und damit die natürliche Entwicklung des Gehirns gehindert.
Verblüffend für die Forscher, dass hier schon winzige Mengen genügen (die man im Alltag ständig mitbekommen kann) – je niedriger die Dosis, desto stärker war die hirnschädigende Wirkung.
Das bedeutet konkret: Schon die babynahrung aus der Plastikflasche birgt nicht zu verantwortende Gefahren!
Die deutschen Behörden und die entsprechende europäische Behörde kennen die Veröffentlichung und beginnen ihr Verfahren – das sich hoffentlich nicht über Jahre hinzieht …
Die Nachricht habe ich der Online-Ausgabe des "Spiegel" entnommen. Kompliment übrigens an die Kollegen Vlad Georgescu und Marita Vollborn. Sie haben das Thema gut verständlich und umfassend aufbereitet – lesen Sie es also unbedingt dort nach …
Bildquelle: www.aqua-nova.deText nach der genannten Quelle: Helge Mücke