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Frauen und Männer
, Infektionskrankheiten, Epidemien
, Prävention, Gesundheitsvorsorge
von muecke am 01.12.08
1. Dezember: Der Welt-AIDS-Tag wird weltweit zum Anlass genommen, an diese todbringende Infektionskrankheit zu erinnern. Ich finde es schwierig, darüber zu schreiben. Es ist ein Balance-Akt. Auf der einen Seite möchte man Mut machen, vor allem denen, die bereits infiziert sind. Dazu passt die Meldung "HIV-Infizierte in Deutschland haben immer höhere Lebenserwartung" (Online-Focus = focus.de). Auf der anderen Seite muss man vor Sorglosigkeit warnen. Dazu die Nachricht: "Gesundheitsministerin warnt vor sorglosem Umgang mit Aids" (über AFP verbreitet). AIDS ist NICHT HEILBAR!
In Deutschland ist jedenfalls die Lebenserwartung der HIV-Infizierten höher geworden. Das ist neueren Wirkstoffen und besseren Kombinationstherapien zu verdanken. 1997 noch waren die Patienten im Durchschnitt mit 42 Jahren gestorben; 2007 lag der Durchschnitt bei 50,0 Jahren - Frauen starben im Durchschnitt mit 49,4 Jahren, Männer mit 50,1 Jahren.
Die Zahl der Neu-Infektionen aber ist gestiegen: von etwa 2700 im Jahr 2006 auf 2800 im Jahr 2007; im laufenden Jahr werden es wahrscheinlich sogar 3000 sein (Zahlen des Robert-Koch-Instituts). Das lässt tatsächlich auf eine zunehmende Sorglosigkeit schließen. 90 % der Infektionen werden sexuell übertragen.
Insgesamt hat es in Deutschland seit dem ersten dokumentierten Fall 1982 geschätzte 86.000 Menschen gegeben, die an AIDS erkrankten. Bisher hat es 27.000 AIDS-Tote bei uns gegeben.
Informationen über die weltweite Situation lassen sich am besten bei UNAIDS nachlesen, dem gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen zu HIV oder AIDS.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat zum Welt-Aids-Tag vor einem sorglosen Umgang mit der Immunschwächekrankheit gewarnt. Zwar habe es in diesem Jahr keinen weiteren Zuwachs bei den Neuinfektionen gegeben, sagte die Politikerin der Hannoverschen "Neuen Presse". Es gelte jedoch, sich immer wieder bewusst zu machen, dass Aids nicht heilbar sei. Die beste Vorbeugung sei und bleibe, sich durch ein Kondom zu schützen. Schmidt versicherte, dass es bei der Betreuung Aidskranker in Deutschland bis April 2009 keine Einschnitte geben werde.
Textquellen u.a.: http://www.focus.de und http://www.bzga.de
Weitere Infos: http://www.aidshilfe.de/
Quelle für den Ausdruck, den ich auf dem Bild oben als Solidaritätszeichen zeige (klicken Sie auf das Bild): http://www.weltaidstag.com/ (Das Bild habe ich selber mit der eigenen Kamera aufgenommen - pardon, wenn ich darauf "hochnäsig" erscheine - das Gegenteil ist gemeint. Aber anders habe ich mich und die Schleife nicht aufs Bild gekriegt.)
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Wong
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Kommentar von:
KARIN
(02.09.09 16:22 Uhr)
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