WHO: Gesundheit junger Menschen, aktueller Bericht

WHO: Gesundheit junger Menschen, aktueller Bericht

Gesundheit und Gesundheitsverhalten junger Menschen fallen in Europa und Nordamerika sehr unterschiedlich aus. Zwischen dem sozioökonomischen Status der Familie und der Gesundheit eines jungen Menschen lässt sich eine starke, aber vielschichtige Beziehung feststellen: So lauten die wichtigsten Ergebnisse der neuesten Ausgabe der einzigartigen länderübergreifenden Studienreihe, die das Regionalbüro für Europa der Weltgesundheitsorganisation WHO und die Universität Bielefeld gestern vorstellten.
Auf der Grundlage einer im Zeitraum 2005/2006 in 41 Ländern und Regionen in Europa und Nordamerika durchgeführten Befragung von 204 000 jungen Menschen (im Alter von 11, 13 und 15 Jahren) bietet der vierte internationale HBSC-Bericht ("Health Behaviour in School-aged Children") die bis heute umfassendsten Erkenntnisse zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten junger Menschen im gesellschaftlichen Kontext industrialisierter Nationen. Die Befragung wurde in 34 europäischen Staaten, israel, der Türkei, Kanada und den USA durchgeführt.

Die Angaben von Jungen aus Nordeuropa über ihre Gesundheit sind im Vergleich positiver. Junge Menschen in Westeuropa und Jungen in Nordeuropa berichten von schlechteren familiären Beziehungen und einer größeren Bedeutung der Gleichaltrigen für sie als die Jugendlichen Ost- und Südeuropas. Nordamerika fällt einerseits durch die geringste Raucherquote und andererseits den höchsten Cannabiskonsum auf. Dieser Befund verdient eine weitere Untersuchung. Der Bericht bestätigt auch die weite Verbreitung von Adipositas in Nordamerika, den relativ geringen Obstverzehr in Teilen Nordeuropas und den im Vergleich zu Ost- und Südeuropa in Westeuropa ausgeprägteren Gebrauch der Pille als Verhütungsmittel.

Wenn Sie mehr Einzelheiten wissen wollen, können Sie den komplettem HBSC-Bericht auf der Seite der WHO nachlesen.

Bild: S. Hofschlaeger bei pixelio.de


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