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Zähneknirschen, Bruxismus: schadet Zähnen, häufiger, als man denkt

abgelegt im Archiv Zahnheilkunde am 05.09.09



Zähneknirschen, Bruxismus: schadet Zähnen, häufiger, als man denkt


Viele Deutsche leisten in der Nacht Schwerarbeit, ohne etwas von ihren kräfteraubenden Anstrengungen zu ahnen. Sie leiden unter Zähneknirschen, auch Bruxismus genannt, und pressen dabei ihre Kaumuskeln mit ungeheurer Kraft aufeinander. Wenn so richtig Biss gezeigt wird, können bis zu 40 Kilogramm Druck pro Quadratzentimeter auf den Oberflächen der Backenzähne entstehen. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) geht davon aus, dass etwa ein Drittel aller Bundesbürger mit den Zähnen knirscht. Viele von ihnen haben etwas gemeinsam: Sie stehen beruflich unter hohem Druck oder sind regelmäßig Stress ausgesetzt.

Stress - auch für die Zahnkronen

Die dauerhafte Überbelastung infolge des Knirschens ist auch Stress pur für die Zahnkronen und kann den Zahnschmelz angreifen. Verschärft wird das Problem oft durch zu harte Zahnbürsten und eine falsche Putztechnik. Die Folge können freiliegende Zahnhälse, sensible Zähne und Zahnhalskaries sein. Damit es nicht so weit kommt, müssen die Zähne etwa durch eine während der Nacht getragene Schiene geschützt werden. Außerdem hilft die Beratung in der Zahnarztpraxis dabei, die richtige Putztechnik zu lernen und auf passende Zahnpflegeprodukte zu achten. Betroffene sollten zum Beispiel nur Zahnbürsten mit besonders weichen Borsten verwenden. Vor allem darf nicht mit zu viel Druck und Kraftanstrengung geputzt werden, da dies den durch das Knirschen ohnehin schon angegriffenen Zähnen noch weiter zusetzt.

Die Zähne unter Schutz stellen

Wer schmerzempfindliche Zahnhälse hat, kann sich außerdem eine Spezialzahnpasta besorgen. Eine Anwendungsstudie unter der Leitung von Dr. Katrin Bekes vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Halle/Saale belegt, dass beispielsweise die Verwendung des elmex Sensitive Schutzsystems Menschen mit hypersensiblen Zähnen deutlich und nachhaltig hilft. Die Lebensqualität lässt sich damit in vielen Fällen spürbar steigern. Auf www.zahngesundheit-aktuell.de gibt es weitere Informationen und Tipps für die richtige Zahnpflege.

Quelle Text und Bild: djd/pt

Der Knirscher-Check
Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie in der Nacht mit den Zähnen knirschen. Oft erfahren sie erst durch ihre Partner, dass sie Knirscher sind, wenn diese durch die lauten Zahngeräusche in ihrer Nachtruhe gestört werden. Auf der Website www.zahngesundheit-aktuell.de/zaehneknirschen/ gibt es einen Selbsttest "Kieferpressen und Knirschen", der von Experten zusammengestellt wurde. Er liefert erste Hinweise, ob dieses nächtliche Zahnproblem besteht.


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